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Käpt'n Hakenhand ist ein Pirat, ein sogenannter 'Liekedeeler' und bereist auf seinen Raubzügen sämtliche Nordsee-Inseln und Küsten-Orte - natürlich auch Norderney. Ziel seiner Raubzüge ist die Erbeutung von Schätzen und Wertgegenständen, allerdings hat Käpt'n Hakenhand mit seiner Crew auch immer ein ausgeprägtes Auge für das Schöne der Inseln und der grünen Küste. Kein anderer als Käpt'n Hakenhand und seine Crew kennen die Küste und die Inseln besser.
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Die Insel lässt sich sehr gut mit dem Fahrrad befahren und zu Fuß erwandern. Wer sich für die Flora und Fauna der Dünenlandschaften begeistert,
sollte es nicht verpassen auch mal abseits der Wander- bzw. Radwege auf den Reitwegen zu wandern. Es erschließen sich neue Einblicke in die Natur Norderneys.
Schöne Birkenwälder und Dünenketten, die sonst nur aus der Ferne erkennbar sind, entschädigen die Mühen einer Erwanderung zu Fuß. Gutes Schuhwerk ist hier angeraten, wobei
man natürlich am Besten mit dem Pferd unterwegs ist.
Bitte bleiben Sie auf den Wegen und Pfaden und laufen nicht quer duch die Dünen. Die Landschaft ist äußerst sensibel und sollte nicht unnötig geschädigt werden.
Reisetipp 2: Fischerhausmuseum
Obwohl die Hauptbesiedlung Norderneys im westlichen Teil der Insel erfolgte, gibt es innerhalbs des Ortskerns einen Ort der Stille. Zwischen altem Freibad und dem Kurmittelhaus liegt das wunderschöne Argonner Wäldchen, das trotz der Nähe zu den Einkaufsstraßen eine wahre Oase der Ruhe ist. Inmitten des Waldes liegt das Fischerhausmuseum. Das Fischerhausmuseum ist ein altes, noch erhaltenes Wohnhaus und dokumentiert die Entwicklung der Insel vom Fischerdorf zum Staatsbad im 18. Jahrhundert und zeigt das Arbeitsleben der Inselbewohner zu dieser Zeit, in der sie noch vom Fischfang lebten und der Tourismus sich noch in den Kinderschuhen befand.
Betrieben wird das Museum vom Heimatverein Norderney. Für geschlossene Gruppen finden vormittags Führungen statt. Nachmittags ist das Museum für alle Personen geöffnet. Rund 19.000 Besucher verzeichnet das liebevoll gestaltete Museum jährlich. Großer Beliebtheit erfreuen sich auch die Tee Seminare, bei denen der Heimatverein den Besuchern die ostfriesische Teekultur näher bringt.
Reisetipp 3: Ausflug zum Wrack

Bis zum letzten Parkplatz können Autos und Fahrräder fahren, doch dann ist Schluss. Der Ostteil der Insel - auch Heller genannt und ca. 7 km lang - ist nur zu Fuß begehbar. Dieser Teil der Insel ist nicht durch einen Deich geschützt und wird bei Sturmfluten oft teilweise überflutet. Nördlich der Dünen befindet sich ein außerordentlich breiter Strand. Das Meer ist vom Fuß der Dünen teilweise nicht sichtbar. Für die Ostfriesischen Inseln einmalig sind sogenannte Windausblasungen in den Dünen. Bei den Windausblasungen sind Dünentäler bis unter Grundwasserniveau entstanden, in denen sich Grundwasser sammelt. Der Heller ist wahres Paradies für Vögel. Innerhalb der Dünenlandschaft brüten verschiedene Möwenarten, Brandgänse und der Brachvogel. Gen Süden breiten sich weite Salzwiesen bis an das Watt aus. Die Salzwiesen sind wichtige Brutgebiete für seltene Vogelarten, wie den Rotschenkel. Sollte die Passage über den südlichen Weg nicht möglich sein, kann es daran liegen, dass Vögel direkt am Wegesrand brüten und eine Route zum Schutz der Vögel verwehrt wird. Besonders im Herbst können bei Wanderungen auf den Salzwiesen große Schwärme von Brandenten, Silbermöwen, Austernfischern und Alpenstrandläufern beobachtet werden.
Vom letzten Parkplatz aus haben Sie die Möglichkeit über drei Wege das Ende der Insel zu erreichen. Sie können über den Strand, über den südlichen Wanderweg vorbei an den Salzwiesen oder auf dem Wanderweg durch die Dünen laufen. Der südliche Wanderweg und der Weg durch die Dünen vereinigen sich nach der Postbake zu einem Weg. Empfehlenswert ist es, mit dem Weg durch die Dünen zu beginnen. Zuvor können Sie sich noch in einem Haus des Nationalpark Wattenmeer über die faszinierende Natur Norderneys und des Hellers informieren.
Der Weg durch die Dünen führt Sie durch eine natürliche Dünenlandschaft. Teilweise nehmen die Dünen bizarr geformte Gestalten an. Hinter der Postbake - Aussichtsdüne - vereinigen sich der südliche Weg und der Weg durch die Dünen miteinander. Am sandigen Ostende der Insel befindet sich hinter der sogenannten Rattendüne das von Wind und Meer gezeichnete Wrack. Das Wrack ist ein alter Muschelbagger, der 1968 strandete. An der Süd-Östlichen Spitze sind häufig Seehunde zu beobachten. Zum Schutz der Tiere sollten Sie hinter dem Zaun bleiben. Der Rückweg kann über den Strand angetreten werden.
Bei einer Wanderung zum Wrack werden Sie einige Zeit unterwegs sein. Sie sollten daher für ausreichend Nahrung und Wasser sorgen. Bei Sturmfluten sollten Sie auf diese Wanderung verzichten, da Teile des Hellers überflutet werden.
Reisetipp 4: Norderneyer Leuchtturm

Um Seefahrern Orientierung zu geben, wurde 1848 das Kap aus Holz errichtet und 1870 durch einen Steinbau ersetzt. Auf dem Kap wurden nachts Leuchtfeuer zur Orientierung angezündet. Dennoch beklagte die Bremer Kaufmannschaft die Dunkelheit um die Insel. Daher wurde in der Zeit von 1872 - 1874 aus Backsteinen der Leuchtturm ca. 7 km östlich der Stadt gebaut. Noch heute wird die damals eingebaute Fresnel-Linse verwendet, die aus 1018 Prismen und 24 Linsen besteht. Gefertigt wurde die Linse vom Pariser Unternehmen Sautter, Lemonier & Cie. An der Nordseeküste ist der Norderneyer Leuchtturm der einzige, dessen Leuchtfeuer linksdrehend ist. Das Leuchtfeuer hat heute 18 Strahlen und sendet als Kennung 15 Blitze pro Minute. Das Licht ist bis in 23 Seemeilen Entfernung sichtbar.
Besucher haben die Möglichkeit den Leuchtturm zu besteigen. Ganze 253 Stufen sind zu bewältigen, bis man die Aussichtsplattform erreicht hat und einen fantastischen Blick über die Insel, das Watt und das Meer genießen kann. Ein Besuch ist empfehlenswert und ist in der Saison von Mai bis Oktober für einige Stunden am Tag möglich.
Nachts ist ein einzigartiges Erlebnis unter dem Leuchtturm zu stehen und das Leuchtfeuer zu genießen.
