Im Wattenmeer ist derzeit viel Betrieb: Hunderte Brandgans-Küken erkunden ihren Lebensraum. Wie NABU-Wattenmeerexperte Dominic Cimiotti am Mittwoch berichtete, wurden die ersten 16 Küken schon Anfang Juni bei Norddeich (Kreis Aurich, Niedersachsen) gesichtet und inzwischen sind auch zahlreiche junge Brandgänse an der schleswig-holsteinischen Küste entdeckt worden. Laut NABU ist der Brutbestand der Brandgänse in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Deshalb ruft der Naturschutzbund alle Küstenbewohner und Urlauber dazu auf, an einer noch bis zum 31. Oktober andauernden Brandgans-Zählaktion mitzumachen. Bislang wurden schon etwa 4800 Brandgänse gemeldet, die meisten von ihnen wurden auf der Nordseeinsel Borkum und der Hamburger Hallig beobachtet. Mit Hilfe der Zählaktion wollen die Naturschützer herausfinden, warum der Bestand der Brandgänse so stark abgenommen hat. Andreas Krüger vom NABU-Bundesverband ist besorgt, denn wenn sich der Bestand nicht bald wieder erholt, “steht die Brandgans bald auf der Roten Liste der gefährdeten Vögel” - umso wichtiger ist die Mithilfe der Vogelbeobachter!
mh