Jade-Weser-Ports
Die Kaimauer des Jade-Weser-Ports steht. Doch 150 Risse in der Spundwand bereiten auf Niedersachsens größter Baustelle noch erhebliche Probleme. Es wurde beschlossen, wie die bestehenden Risse beseitigt werden können. Zum einen sollen einige Risse durch das Anbringen von Stahlplatten geschlossen und zum anderen soll eine ca. 600 Meter lange Betonwand vor die Kaimauer gesetzt werden. Gerüchte einer Verschiebung des Starts wurden seitens der Staatskanzlei dementiert und so wird weiterhin an dem 5. August als Starttermin des ambitionierten Projekts festgehalten.
Das in die Kritik geratene Bauunternehmen Bunte aus dem Emsland ist möglicherweise nicht Schuld an den Rissen. Gemäß einer neuen Theorie kann die von der staatlichen JWP geforderte Verwendung von Rohren zur Befestigungen von Ankern in der Kaimauer beim Einrammen zu starken Erschütterungen geführt haben, die letztlich die Risse zur Folge gehabt haben könnte.
Nordsee-Plattform „Elgin“
Auf der 240 km vor der schottischen Ostseeküste liegenden Nordsee-Plattform „Elgin“ wurde im März ein Gasleck festgestellt. Wir der französische Energiekonzern Total mitteilte, hat es Total inzwischen geschafft die Bildung einer Gaswolke zu verhindern, indem das Gas über ein Gerät in vier unterschiedliche Richtungen zerstreut wird. Chemische Tests der Wasser- und Sedimentproben durch schottische Behörden, die in einer Entfernung von zwei Meilen von der Elgin-Plattform entnommen wurden, zeigen, dass es derzeit keine direkte Meeresverunreinigung gibt. Der Konzern plant das Bohrloch durch das Einfüllen speziellen Schlamms zu schließen und zusätzlich Entlastungsbohrungen vorzunehmen.
Siemens zahlt Lehrgeld
Der Elektrokonzern Siemens muss bei der Realisierung der Windparkprojekte in der Nordsee Lehrgeld zahlen. Siemens liegt mit der Anbindung der Windparks vor Helgoland und Borkum ein Jahr hinter dem Zeitplan zurück. Durch die Verzögerungen werden erhebliche Vertragsstrafen an den Netzbetreiber fällig. Als problematisch erweisen sich die unterschiedlichen Anforderungen zwischen bereits realisierten Projekten an der britischen Küste und den deutschen Projekten. In Großbritannien und auch in Dänemark drehen sich die Offshore-Anlagen oftmals in Sichtweite zur Küste. In Deutschland hingegen müssen Offshore-Windparks in über 100 km Entfernung zum Festland errichtet werden.