Der Nationalparkverwaltung Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer zufolge ist 2010 ein gutes Jahr für die Wanderfalken im Nationalpark Wattenmeer. In diesem Sommer wurden laut Vogelexperte David Fleet von der Nationalparkverwaltung insgesamt acht Wanderfalken-Küken vor der Küste Schleswig-Holsteins flügge. Fleet bezeichnet dies als Fortsetzung der erfolgreichen Verbreitung der scheuen Tiere. Aktuell leben im ganzen Nationalpark drei Paare Wanderfalken: auf Süderoogsand, Norderoogsand und auf Trischen.
Schon seit 1995 brüten die Greifvögel im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Wanderfalken brüten entweder auf dem Boden oder nutzen bestehende Höhlen zum Ausbrüten, sie bauen keine Nester. In der Zeit von Mitte März bis Mitte April legen sie ihre Eier, anschließend werden diese 35 Tage lang ausgebrütet. Die Jungvögel können nach ca. 45 Tagen den Brutplatz verlassen. Wanderfalken stehen auf der roten Liste der bedrohten Arten, um ein Aussterben zu verhindern, werden sie streng geschützt.
mh