Auf Norderney hat der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) am Donnerstag den sieben Bürgermeistern der ostfriesischen Inseln den aktuellen Generalplan Küstenschutz vorgestellt. Darin werden für die nächsten 10 Jahre Investitionen in Höhe von 300 Millionen Euro für den Hochwasserschutz der Inseln gefordert. Sander erklärte, dass die im Generalplan festgestellten Mängel im Küstenschutz die Basis bilden sollen, auf der nun eine Prioritätenliste erstellt werden soll.
Sander betonte, dass ein verbesserter Küstenschutz auf den ostfriesisichen Inseln angesichts der schweren Sturmfluten in den Jahren 2006 und 2007 zwingend erforderlich sei. Die Inseln seien sowohl ein “vorgelagerter Schutz für die Festlandküste” als auch “bedeutende Tourismusstandorte und damit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor”.
Der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) geht davon aus, dass die ostfriesischen Inseln zunehmenden Belastungen an ihren Küsten ausgesetzt sein werden, so dass Sandaufspülungen wie an der Schutzdüne Harlehörn-Düne auf Wangerooge ausgeweitet werden müssen. Die Verstärkung der Deiche ist auf einer Länge von insgesamt 17 Kilometern und der Schutzdünen von 9 Kilometern notwendig. Alleine auf Norderney müssten hierfür knapp 100 Millionen Euro, auf Wangerooge, Baltrum, Juist und Spiekeroog jeweils und 40 Millionen Euro investiert werden. Die Küstenschutzmaßnahmen auf Langeoog werden rund 20 Millionen Euro und die auf Borkum 4,5 Millionen Euro kosten. Finanziert werden die Maßnahmen größtenteils aus Mitteln von Bund und Land und Fördermitteln der Europäischen Union.
mh
Ich hoffe das läuft auch alles glatt mit der Finanzierung, nicht das dann am Schluss Land unter ist -.-