Die Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste (SDN) hat den Plänen, die EU-Vorschriften für die Ausflugsschifffahrt auf nationaler Ebene durch eine Sonderregelung zu verschärfen, eine klare Absage erteilt. Sie fordert auch im Auftrag der Landräte an der Nordseeküste Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer dazu auf, zu verhindern, dass durch eine entsprechende Regelung der Wettbewerb für die Ausflugsschifffahrt im Wattenmeer beschränkt wird. Wie Radio Jade berichtet will das Verkehrsministerium die EU-Vorgaben zusätzlich verschärfen, indem z.B. vorgeschrieben wird, dass die Fenster von Fahrgastschiffen ab Windstärke 6 durch Metallblenden gesichert sein müssten. Laut SDN ist Windstärke 6 im flachen Watt jedoch nicht gefährlich. Nach eigener Aussage will die SDN natürlich auch ihre Gäste sicher befördern, betont aber, dass im Wattenmeer andere Maßstäbe gelten müssten als in anderen Meeren Europas. Den Berechnungen der betroffenen Reedereien zufolge droht mit einer Verschärfung der Richtlinien 40 der rund 70 Ausflugsschiffe in der Nordsee und Ostsee die Stillegung, schreibt der Anzeiger für Harlingerland.
mh