Wie der “Inselbote” berichtet, verleiht die Nationalparkverwaltung in Tönning in diesem Sommer zum ersten Mal einen Rollstuhl fürs Watt. Mit dem 25 Kilogramm schweren Tiralo-Rollstuhl kann sowohl am Strand als auch im flachen Wasser und knöcheltiefen Watt gefahren werden. Dem Bericht zufolge ist der 1,20 Meter breite und 1,90 Meter lange Rollstuhl gleichzeitig bequem und stabil und ist trotz seiner Widerstandsfähigkeit gegenüber Sand und Salzwasser leicht mit der Hand zu steuern und auch zu transportieren.
Josias-Henning Hamann von der Nationalparkverwaltung erklärte gegenüber dem “Inselboten”, dass der Kinderschutzbund Ostholstein der Nationalparkverwaltung den Watt-Rollstuhl zunächst für eine Saison zur Probe zur Verfügung gestellt hat. Bernd Heinemann, Geschäftsführer des Kinderschutzbundes in Ostholstein, kündigte an, dass es Überlegungen geben wird, den Rollstuhl als Dauerleihgabe in Tönning zu belassen, wenn die Probesaison erfolgreich verläuft. Der Rollstuhl kann nach Anmeldung in Tönning abgeholt werden. Der Verleih ist kostenlos.
Die Tiralo-Rollstühle kommen schon seit 2007 an der Lübecker Bucht zum Einsatz und erfreuen sich dort großer Beliebtheit. Der bline Diplom-Ingenieur Volker König aus Wedel hat dem “Inselboten” zufolge die Idee für diesen speziellen Service. Er initiiert und koordiniert seit Jahren ehrenamtlich Projekte zur Integration behinderter Menschen. Hergestellt werden die Rollstühle von der Firma “Ensoleillade”, ein staatliches Unternehmen mit Sitz in dem französischen Department Pyrenees Atlantiques, das behinderte Menschen beschäftigt.
mh