Vor rund einem Jahr, am 17. Juni 2009, ist auf der unbewohnten Vogelschutzinsel Mellum im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer aus ungeklärter Ursache ein Brand ausgebrochen. Der Brand breitete sich schnell zum Flächenbrand aus und die Feuerwehr stand vor dem Problem, dass sie kein Löschwasser hatte, weil es auf der Insel weder eine Anlegestelle noch eine Löschwasserversorgung gibt. Der verheerende Brand konnte erst nach drei Tagen, am 20. Juni 2009, vollständig gelöscht werden. Es zeigte sich, dass insgesamt 34 Hektar Salzwiesen mit rund 1000 Nestern von Brutvögeln den Flammen zum Opfer gefallen waren. Den Angaben des Vereins Mellumrat zufolge, hat sich die Insel jedoch jetzt, ein Jahr nach dem furchtbaren Brand, wieder weitgehend erholt. Der ursprüngliche Zustand ist wieder einigermaßen hergestellt und beim Bestand der Brutvögel gab es kaum Veränderungen, berichtet Mellumrat-Geschäftsführer Mathias Heckrodt. Allerdings habe sich die Vegetation inzwischen etwas gewandelt, so dass manche Pflanzenarten verschwunden, andere dafür aber hinzugekommen sind.
mh