Die 1984 aus Protest gegen die erste Internationale Nordseekonferenz gegründete Aktionskonferenz Nordsee (AKN) gibt aus finanziellen Gründen und aus mangelnder Unterstützung auf. Die AKN verstand sich seit ihrer Gründung als Gegenbewegung und hatte in mehreren internationalen Kommissionen zum Nordseeschutz Gast- und Rederecht. AKN-Gründer Peters Willers musste jedoch feststellen, dass der Schutz der Nordsee offenbar nicht mehr so populär ist wie nötig, berichtet Radio Bremen. Demzufolge versuchte er das Thema bei anderen Umweltorganisationen wie z.B. Greenpeace wieder in den Vordergrund zu rücken - ohne Erfolg. Willers wies auch immer wieder auf die Gefahren und Risiken hin, die sich durch die Nutzung der Nordsee als Rohstoffquelle und Müllkippe ergeben, aber auch hier stieß er oft auf taube Ohren, so Radio Bremen.
Ausschlaggebend für die endgültige Auflösung ist jedoch das fehlende Geld, denn die Haupteinnahmequelle der AKN waren die Bußgelder, die von Gerichten verhängt wurden. Die für das Bremer Umweltressort erstellten Gutachten wurden ebenfalls nie vollständig finanziert. Für die AKN hieß dies, dass sie immer draufzahlen musste und nun droht die Pleite. Um dies zu vermeiden, zieht Willers die Notbremse und gibt auf. Das noch vorhandene Geld soll an andere Umweltverbände verteilt werden.
mh
na ja, was hier mit der erwirkten AKN Auflösung abgeht, ist gezielt zweckbestimmt austariert worden, um etwas mehr Planungshoheit zu haben, die Widerstandsorganisationen eliminiert wurde - aber wer als Organisation über 25 Jahre nicht selbst in der Lage war, sich selbst zu finanzieren, und von den Töpfen anderer existiert, ist das Aus nun zweckbestimmt mit Bravour erwirkt.
AKN am Ende? — Zeitschrift WATERKANT bleibt…
Die Zeitschrift „WATERKANT – Umwelt + Mensch + Arbeit in der Nordseeregion“ legt Wert auf die Feststellung, dass die angekündigte, bevorstehende Auflösung des Vereins „Aktionskonferenz Nordsee“ (AKN) nichts (mehr) mit der lebendigen WATERKANT zu tun hat und schon gar nicht auch deren Ende bedeutet.
Schon Ende 2008 hatte sich die AKN – wegen jener finanziellen Engpässe, die jetzt für sie das Aus bedeuten – von ihrem langjährigen Mitteilungsblatt WATERKANT getrennt; seit Anfang 2009 wird diese weiterhin nicht-kommerzielle Zeitschrift von einem eigenständigen Förderkreis herausgegeben, den langjährige Mitarbeiter ins Leben gerufen haben.
Mit aktuellen Berichten von der Waterkant, neuem Layout und neuerdings durchgehend vierfarbigem Druck bleibt die WATERKANT jenes Sprachrohr für kritische Meeresschützer sowie für Initiativen der Küstenregion, das sie schon seit mehr als 23 Jahren gewesen ist.