Der Mord an einem 69-jährigen Geschäftsführer eines Gastronomiebetriebes auf der Nordseeinsel Norderney ist weitgehend aufgeklärt, am Freitag wurden zwei 21 und 24 Jahre alte Tatverdächtige in Victorbur (Ostfriesland) festgenommen. Beide sollen zeitweise bei dem Opfer gearbeitet haben und schon einmal wegen Körperverletzungsdelikten verurteilt worden sein. Dafür hätten sie schon eine Freiheits- und Jugendstrafe auf Bewöhrung antreten müssen.
Doch wie die Ermittler am Montag in Aurich mitteilten, ist das genaue Motiv für die Tat weiterhin unklar. Die Obduktion ergab, dass der Mann duch zahlreiche Schläge und Tritte getötet wurde, außerdem hatte er Stichverletzungen. Die mutmaßlichen Täter waren den Ermittlungen zufolge zur Tatzeit alkoholisiert. In der Wohnung des Opfers soll es Handgreiflichkeiten gegeben haben, Zeugen berichteten von Schreien. Schon verletzt schleppte sich der Geschäftsführer in ein Kiefernwäldchen in der Nähe, wo er getötet wurde. Seine Leiche wurde am Dienstag von spielenden Kindern entdeckt.
Während der 21-jährige Tatverdächtige die Tat bereits gestanden hat, erklärte der 24-Jährige, dass er sich an nichts erinnern könne. Laut dem Oberstaatsanwalt muss nun geklärt werden, wie genau die Beteiligung von jedem der beiden Tatverdächtigen an dem Verbrechen ausgesehen habe.
mh