In Schleswig-Holstein wurden seit 1962 rund 1,5 Millionen Euro für den Küstenschutz ausgegeben, berichten die “Husumer Nachrichten”. Das entspricht alleine in den letzten 10 Jahren Ausgaben in Höhe von durchschnittlich 50 Millionen Euro im Jahr.
Auch in diesem Jahr hat der Landesbetrieb Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz in Schleswig-Holstein (LKN) ein weiteres, drei Kilometer langes Teilstück entlang der Nordseeküste erneuert. Die Kosten hierfür beliefen sich auf 800.000 Euro. Die Strecke zwischen Lundenbergsand und Simonsberg, der so genannte Deichverteidigungsweg, entsprach nicht mehr den derzeitigen Anforderungen des Küstenschutzes, weil sie mit Betonstreifen und -platten ausgelegt war, erklärte Ole Martin vom LKN gegenüber den “Husumer Nachrichten”. Durch die Stabilisierung mit einem neuen Bodenunterbau und der Ausstattung mit einer Dränage auf der gesamten Länge kann nun das Deichwasser leicht durch ein Kiesbett aufgefangen und abgeführt werden. Insgesamt wurde der Weg auf seiner kompletten Länge um rund einen halben Meter erhöht. Nach und nach will das LKN nun weitere Strecken entlang der Nordseeküste entsprechend den Küstenschutzanforderungen erneuern.
mh