Vor der Insel Pellworm ist am Montag ein toter Pottwal entdeckt worden. Der ca. 15 m lange und 20 Jahre alte Pottwallbulle wurde von einem Fischer auf einer Sandbank entdeckt. Am Dienstag ist der Pottwal in den Meldorfer Hafen in Schleswig-Holstein geschleppt worden. Dort soll versucht werden die Todesursache herauszufinden.
Derzeit wird davon ausgegangen, dass der Pottwallbulle seit ungefähr einer Woche tot ist. Im Meldorfer Hafen sollen zunächst die Elfenbeinzähne des Tieres entfernt und sicherstellt werden. Eine Zerlegung des Tieres soll in den kommenden Tagen erfolgen.
Es kommt immer wieder mal vor, dass sich Pottwale in der Nordsee verirren. Zuletzt wurden 2002 an Schleswig-Holsteins Westküste drei verendete Tiere gefunden. Im Winter wandern Pottwale aus dem Polarmeer bei Grönland in den südlichen Atlantik. Es wird vermutet, dass Lärm in der Nordsee, beispielsweise verursacht durch Schiffe, Ölförderung und Offshore-Arbeiten, aber auch natürliche Umstände wie das Wechselspiel zwischen der Sonne und dem Magnetfeld ursächlich für die Wahl der falschen Route sein können.
Nordseewolf