Die Dünen der Nordseeinsel Wangerooge sind Jahr für Jahr den Kräften der Herbst- und Winterstürme ausgesetzt, die jährlich Schäden von bis zu 300.000 Euro anrichten. Letzte Woche hat das erste Sturmtief der Saison weiteren Schaden angerichtet. Die Harlehörn-Schutzdüne im Westen der Insel, die erst kürzlich für 1 Million Euro verstärkt wurde wurde über eine Länge von rund 900 Metern hinweg um bis zu 10 Meter vom Wind abgetragen, berichtet die Nordwest-Zeitung. Auch am Hauptstrand beim Inseldorf hinterließ Sturmtief Sören seine Spuren. Die Kurverwaltung schätzt, dass hier 25.000 m³ Sand abgetragen wurden.
Hauptbadestrand und Harlehörn-Düne sind immer wieder die größten Angriffspunkte der Stürme, so dass jedes Frühjahr aufs Neue 80.000 bis 110.000 m³ Sand neu aufgeschüttet werden müssen - laut Inselbürgermeister Holger Kohls eine unvermeidbare Sisyphos-Arbeit. Sie sichert nämlich nicht nur den Erhalt des Badestrandes, sondern schützt die Insel auch vor Überschwemmungen. Auf Wangerooge will der Niedersächsische Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) auf jedem Fall den natürlichen Küstenschutz aufrechterhalten. Die Alternative wäre ein - ebenfalls kostenintensives - massiv gebautes Deckwerk.
mh