Im April verabschiedete das Bundeskabinett das so genannte CCS-Gesetz. Mit diesem Gesetz (CCS = Carbon Capture and Storage), das schon bald dem Bundestag vorgelegt werden soll, kann der Weg für die CO2-Speicherung geebnet werden. Dabei geht es um ein Verfahren, mit dem klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) von Kohlekraftwerken abgespalten wird und in Gesteinsschichten unter der Erde gelagert wird, erklärt “Die Welt”. Umweltschützer sehen dieses Verfahren sehr kritisch.
Gegen die Pläne des Energiekonzerns E.ON, in der Nähe von Cuxhaven oder Bremen, ein unterirdisches CO2-Lager zu errichten, regt sich immer größerer Widerstand bei Umweltschützern, in der Politik und in der Bevölkerung. Auch das Nationalpark-Kuratorium Nordfriesland hat sich in seiner letzten Sitzung einstimmig gegen einen unterirdischen CO2-Speicher in Schleswig-Holstein ausgesprochen, berichten die “Husumer Nachrichten”. Demnach liegt zwar noch kein Antrag für Erkundungsuntersuchungen im Gebiet des Nationalparks vor, aber man sei sich jetzt schon einig, dass ein solcher Antrag abgelehnt werden würde, erklärte Dietmar Wienholdt, der im schleswig-holsteinischen Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume die Abteilung Wasserwirtschaft, Meeres- und Küstenschutz leitet. Die bislang beantragte Untersuchungsregion reicht bis unter das Wattenmmer und Experten zufolge ist eine seitliche Ausbreitung des CO2 unter das Wattenmeer durchaus denkbar.
mh
Die Bürgerinitiative “Stopp das CO2-Endlager” hat im Norden Schleswig-Holsteins schon über 2.000 Mitglieder, für eine Petition gegen das CCS-Gesetz um die 30.000 UNterschriften egsammelt und organisiert am 4.7.09 eine Demonstration. Auf der Website http://www.kein-co2-endlager.de gibt es weitere Informationen.
Mit friedlichem Gruß
Jürgen Hargens