Experten wie Küstenschutzexpertin Professor Nicole von Liebermann von der Technischen Universität Hamburg-Harburg sorgt sich um das Wattenmeer, das durch den Meeresspiegelanstieg infolge des Klimawandels versinken könnte. Von Liebermann befürchtet, dass viele Wattflächen durch einen schnellen Anstieg des Meeresspiegel und durch häufigere und stärkere Sturmfluten dauerhaft mit Wasser bedeckt werden würden. Die Folge: Die für das gezeitenabhängige Wattenmeer so typische Natur würde verloren gehen.
Manche Experten wie der Leiter des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer in Wilhelmshaven, Peter Südbeck, sind skeptisch und halten Prognosen über die Auswirkungen des Klimawandels auf das Wattenmeer für ungesichert und verfrüht. Dennoch müssen schon jetzt Konzepte entwickelt werden, wie die Gefahren für das Wattenmeer verringert werden können, heißt es in der Nordsee-Zeitung. Dafür haben sich Südbeck, von Liebermann und andere Experten zusammengeschlossen und wollen ein “Zukunftsbild für eine klimasicherer Wattenmeerregion” entwickeln. Die Initiative wurde von der Hamburger Michael Otto Stiftung für Umweltschutz ins Leben gerufen. Hier werden mögliche Maßnahmen zum Schutz des Wattenmeers diskutiert wie z.B. eine Erweiterung oder aber ein Durchbruch der Deichlinien.
mh