Am Montagabend sind ein 58-jähriger Mann und eine 56-jährige Frau aus Wuppertal in letzter Minute vor dem Ertrinken in der Nordsee gerettet worden. Die beiden standen auf einer Sandbank vor Langeoog schon bis zum Bauch im Wasser, das gerade einmal 9°C warm war. Ein Rettungshubschrauber brachte die beiden unterkühlten und geschockten Touristen nach Langeoog, die laut einer Auricher Polizeisprecherin aber weitgehend unverletzt blieben.
Das Paar wollte das schöne Wetter für einen ausgiebigen Strandspaziergang nutzen. Sie merkten nicht, dass langsam die Flut einsetzte und gerieten auf eine Sandbank, die schon bald vom Wasser eingeschlossen wurde. Ihnen gelang es von selbst nicht mehr, den sicheren Strand zu erreichen. Andere Strand-Spaziergänger entdeckten das um Hilfe rufende Paar gegen 18 Uhr im Wasser und erkannten sofort die brenzlige Lage. Sie benachrichtigten die Polizei, die wegen der gebotenen Eile einen Rettungshubschrauber des ADAC anforderte. Dieser startete von Sonderbusch (Nähe Wilhelmshaven) aus und begab sich umgehend zur Sandbank. Von ihnen ragte nur noch der Oberkörper aus dem Wasser, als die beiden Wuppertaler schließlich mit einer Rettungswinde von der Sandbank geborgen wurden.
Von der Sandbank vor Langoog müssen immer wieder unvorsichtige Touristen gerettet werden, deshalb wird auf der Insel sowohl mit Handzetteln als auch auf Warnschildern auf die Gefahr hingewiesen.
mh