Seit heute müssen sich zwei junge Männer vor dem Landgericht Aurich wegen eines Mordes auf der ostfriesischen Insel Norderney verantworten. Den 22- und 24-jährigen Angeklagten wird vorgeworfen, im Januar dieses Jahres den damaligen Geschäftsführer eines Gastronomiebetriebes (69) in den Dünen auf Norderney getötet zu haben, nachdem es zwischen den dreien in der Wohnung des späteren Opfers zu einem Streit kam. Sie stritten sich, weil der 69-Jährige den 24-Jährigen bei der Polizei wegen Diebstahls zweier Handys und eines Kellnerportemonnaies angezeigt hatte. Der Streit eskalierte und die beiden jungen Männer fügten ihrem Opfer erhebliche Verletzungen zu, so die Staatsanwaltschaft. Anschließend sollen die beiden Männer den 69-Jährigen in einen Wald geschleppt und dort so lange mit Fußtritten attackiert haben, bis dieser sich nicht mehr bewegte. Die Obduktion ergab, dass sich der Mann bei dem Angriff die Rippen brach und schließlich erstickte.
Nach der Tat flohen die beiden Angeklagten von der Insel und wurden wenige Tage später auf dem Festland verhaftet, wo sie seitdem in Untersuchungshaft sitzen. Für den Prozess gegen die beiden Männer sind weitere elf Verhandlungstage anberaumt worden, mit einem Urteil wird erst Ende August gerechnet.
mh