Die entfernt mit den Delfinen verwandten Schweinswale erreichen eine Größe von bis 1,80 Metern und sind eigentlich in der Nordsee und Ostsee beheimatet, wo sie sich von Fischen und Krebstieren ernähren. Doch in den letzten Jahren werden auch in der Weser immer wieder Schweinswale beobachtet, die von der Nordsee kommen - warum sie bis nach Bremen schwimmen, ist den Wissenschaftlern völlig unklar. Nun soll ein neues Forschungsprojekt der Gesellschaft zur Rettung der Delfine und der Naturschutzbehörde Brake neue Erkenntnisse bringen. Dazu wurden in der Nähe von Brake (Landkreis Wesermarsch) spezielle Unterwassermikrofone in der Weser versenkt. Sie sollen die Laute der Tiere aufzeichnen und Aufschluss darüber geben, wie viele Tiere überhaupt in die Weser kommen, wann dies vor allem passiert und wie lange sie bleiben.
Auch in anderen Flüssen wie der Ems und der Elbe gab es bereits Sichtungen von Schweinswalen. Insgesamt wurden seit 2007 bis heute 118 Schweinswale in Flüssen gesichtet, in den meisten Fällen sind die Tiere alleine unterwegs, manchmal jedoch auch zu zweit. Nur selten konnten sogar ganze Tiergruppen beobachtet werden.
mh