Am letzten Freitag wurden die ersten Heuler aus der schleswig-holsteinischen Seehundstation Friedrichskoog im Kreis Dithmarschen wieder in die Nordsee ausgewildert. Ein Kutter brachte insgesamt fünf Tiere zu einer Sandbank. Weitere Tiere sollen demnächst folgen, einige von ihnen aus der Station im niedersächsischen Norden-Norddeich sollen bereits am Donnerstag in die Freiheit entlassen werden. Auch nach dem Aussetzen bleiben die Daten der Tiere, darunter Name, Fundort und Futtermengen, der “Märkischen Oderzeitung” zufolge in der Station gespeichert. Die Tiere tragen einen Chip unter der Haut, mit dem sie später jederzeit wieder identifiziert werden können.
2009 wurden 85 Heuler nach Friedrichskoog gebracht, von denen nach Angaben der Stationsleiterin Tanja Rosenberger 68 am Leben erhalten werden konnten. In die Station in Norddeich kamen in diesem Jahr 71 Heuler, das sind deutlich mehr als im letzten Jahr (54). Stationsleiter Peter Lienau erklärt, dass relativ starke Nordwestwinde zu Beginn der Wurfzeit Anfang Juni hierfür verantwortlich seien. Durch die Winde würden sich Mutter- und Jungtiere leichter aus den Augen verlieren. Auch Menschen, die zu nah an die Seehundbänke herankommen, können die Tiere stören und so zu deren Trennung beitragen, heißt es in der “Märkischen Oderzeitung”.
mh