Die Entscheidung darüber, ob und wo genau die Kite-Surfer im Nationalpark Wattenmeer ihrem Sport nachgehen dürfen, soll im Mai fallen. Vorausgegangen sind heftige Diskussionen zwischen den Sportlern und Naturschützern. Grundsätzlich ist Kite-Surfen in der Zwischenzone des Nationalparks verboten, weil die Drachen die Vögel stören könnten. Trotz des Verbots hat sich der Trendsport aber zur Touristenattraktion entwickelt und immer mehr Kite-Surfer kamen an die Nordseeküste. Für die Kommunen bedeutete dies eine weitere Attraktion und somit mehr Feriengäste, doch die Naturschützer sind strikt dagegen. Um den Streit zu beenden, wurden u.a. in Land Wursten, Horumersiel sowie auf Baltrum, Norderney und Langeoog genehmigte Zonen für Kite-Surfer beantragt. Alle Parteien, Kurverwaltungen, Nationalparkverwaltung und die Sportler selbst bemühen sich um einen Kompromiss. Bislang wurden zwei Flächen genehmigt, auf denen Kite-Surfing erlaubt ist und die über 300 Meter von besonders geschützten Vogelrastgebieten entfernt liegen, schreibt die Nordsee-Zeitung: Es handelt sich um einen fast 1 km² großes Gebiet vor Wremen und ein ca. 1,8 km² großes Gebiet vor dem Dorumer Tief. Derzeit wird geprüft, ob diese Gebiete ausreichen.
mh