Ende Oktober fanden zum siebten Mal die “Helgoländer Vogeltage” statt, zu denen Ornithologen aus ganz Deutschland auf die Hochseeinsel kamen. Auf der Hauptinsel und der Insel Düne konnten schon über 370 Vogelarten nachgewiesen werden, kein Wunder, dass Helgoland als das Mekka für Vogelbeobachter gilt. Ursprünglich waren die Vogeltage als attraktives Abendprogramm für die Gäste gedacht, die im Oktober die Insel besuchen und an der Natur interessiert sind. Mittlerweile sind die Vogeltage bei vielen Vogelbeobachtern jedes Jahr fest eingeplant. In diesem Jahr nahmen trotz des stürmischen Wetters über 300 Besucher aus ganz Deutschland, Großbritannien, Irland, den Niederlanden und der Schweiz teil. Während der Vogeltage konnten über 140, darunter auch seltene Vogelarten beobachtet werden. Für Vogelbeobachter besonders interessant waren Hochseevögel wie der Wellenläufer, die Schwalbenmöwe und der Gelbschnabel-Sturmtaucher, aber auch die aus Sibirien stammenden Zwergammern und Gelbbrauen-Laubsänger.
In der Nordseehalle konnten die Hobby- und Profi-Ornithologen Vorträge über seltene Vogelarten, Vogelstimmen und Vogelberingung besuchen. Die bisherigen Höhepunkte des Helgoländer Vogeljahres wurden in einem Jahresrückblick zusammengefasst. Wer sein Wissen über Vögel in attraktive Preise umwandeln wollte, konnte am Rätselvogelquiz teilnehmen. Samstags fand wie schon in den Jahren zuvor das 20-stündige “Birdrace” statt. Bei diesem ungewöhnlichen Wettkampf versuchen Teams, bestehend aus zwei bis fünf Vogelbeobachtern, so viele Vogelarten wie möglich an einem einzigen Tag zu beobachten. In diesem Jahr gab es zwei Siegerteams, die 96 verschiedene Arten beobachteten. Die hier registrierten besonderen Zugvögel können auf der Homepage der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Helgoland bestaunt werden.
Die Organisation der von der Firma Carl Zeiss Sportsoptics gesponsorten Veranstaltung obliegt der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Helgoland und dem Institut für Vogelforschung “Vogelwarte Helgoland”.
mh