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Ferieninsel Langeoog
Die ostfriesische Insel Langeoog gehört zum Landkreis Wittmund, hat eine Fläche von 20 km² und ist ca. 14 Kilometer lang. Obwohl vom Meer umgeben, verfügt Langeoog über ein eigenes Süßwasservorkommen im sogenannten Pirolatal. Der Eigenbedarf kann dadurch für Einheimische und Urlauber ‚inselintern’ gedeckt werden. Auf der von Spiekeroog und Baltrum flankierten Insel erhebt sich eine atemberaubende Dünenlandschaft. Die Melkhörndüne ist mit 23 Metern sogar eine der höchsten Erhebungen Ostfrieslands.Urlaub auf Langeoog
Langeoog verfügt über einen Fährhafen und einen eigenen Flughafen. Für gewöhnlich erfolgt die Anreise ab Bensersiel mit einer der 4 Personen-Fähren der Reederei ‚Schiffahrt der Inselgemeinde Langeoog’. Seit 1976 sind die Fährverbindungen nicht mehr von Flut und Ebbe abhängig und erfolgen regelmäßig. Die An- und Abreise mit der Fähre dauert jeweils ca. 30 Minuten. Langeoog ist eine autofreie Insel. Sollte eine Anreise mit dem Auto erfolgen, muss das Fahrzeug auf dem Festland gelassen werden. Auf Langeoog sind nur Fahrräder und Pferdefuhrwerke erlaubt. Zusätzlich gibt es für Gewerbetreibende die Möglichkeit, Elektrofahrzeuge zu betreiben. Gänzlich auf Fahrzeuge verzichtet die Insel aber dennoch nicht, natürlich sind Transportfahrzeuge der Inselgemeinde, sowie Kranken- und Feuerwehrwagen vorhanden.
Mobilität beim Transfer vom Hafen zum Dorf gewährleistet die ‚Inselbahn’, die den Hafen mit dem ca. 2,5 Kilometer entfernten Inseldorf verbindet.
Geschichte
Es wir vermutet, dass Langeoog um 1229 erstmals besiedelt wurde. Im Jahre 1717 wurde Langeoog bei der Weihnachtsflut in zwei Teile geteilt. Zum großen Teil verließen die Bewohner die Insel. Bei einer weiteren Flut 1721 verließen die letzten Inselbewohner das Eiland. Nachdem Helgoländer mit dem Versuch scheiterten sich 1723 auf Langeoog anzusiedeln, erfolgte erst 1732 wieder eine dauerhafte Besiedelung. Erwerbsgrundlage der Bewohner war vor allem der Fisch- und Walfang: Der Walfang musste allerdings 1780 wegen des Seekriegs zwischen den Niederlanden und England eingestellt werden. Eine neue zusätzliche Erwerbsquelle tat sich allerdings 1797 mit der Gründung des ersten deutschen Nordseeheilbades auf Norderney auf. Mit der Entwicklung des Tourismus auf Norderney, bestand ein Bedarf an Möweneiern. Diese wurden unter anderem von Langeoog geliefert.
Nachdem 1806 Preußen im Krieg gegen Napoleon I verlor, wurden alle Hoheitsgebiete westlich der Weser an Frankreich abgetreten und damit auch Ostfriesland mit seinen Inseln. Auf den Ostfriesischen Inseln blühte in der Zeit der Schmuggel. Bedingt durch die Auseinandersetzung Frankreichs mit England wurde jeglicher Handel mit England offiziell unterbunden. Dennoch fanden die Inselbewohner Langeoogs, die Möglichkeit über das damals noch englische Helgoland Waren zu schmuggeln. Um dies zu verhindern, wurden zwar Soldaten auf Langeoog stationiert, allerdings konnten diese den Schmuggel der Langeooger nicht unterbinden.
Rund 33 Jahre nach der Gründung des Nordseebades auf Norderney, wurde auch Langeoog 1830 der erste offizielle Badegast begrüßt. 1949 erhielt Langeoog die staatliche Anerkennung als Nordseeheilbad.
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