Karte Helgoland
Helgoland

Kurzporträt Helgoland

Helgoland ist 1,7 km² groß und gliedert sich in Unter-, Mittel- und Oberland. Zur Insel gehört auch die 1721 abgetrennte Insel ‚Düne’, die als Badeinsel genutzt wird und auf der sich ein Flughafen und ein Campingplatz befinden. Über 1400 Menschen haben ihren ständigen Wohnsitz auf der kleinen amtsfreien Insel, die zum Kreis Pinneberg in Schleswig-Holstein gehört.

Oft wird Helgoland fälschlicherweise als Hochseeinsel bezeichnet. Als Hochseeinsel gilt eine Insel aber nur, wenn sie außerhalb des Festlandsockels des Landes liegt, zu dem die Insel staatsrechtlich gehört. Helgoland liegt aber noch auf dem europäischen Kontinentalschelf.

Helgoland gehört weder zum Zollgebiet der Europäischen Union, noch zum Steuergebiet Deutschlands. Daher können auf der Insel noch zollfreie und verbrauchssteuerfreie Waren erworben werden.

Im Norden und Süden besitzt die Insel eine kleine Strandfläche, die zum Baden allerdings nicht geeignet ist. Im Norden, Westen und Südwesten fällt das Land in steilen Klippen bis zu 50 Meter zum Meer hin ab. Charakteristisch für Helgoland ist die rote Färbung des Bundsandsteinfelsens, die bei der Anreise mit dem Schiff sehr gut erkennbar, aber auch beim Wahrzeichen der Insel – der ‚Langen Anna’ – gut sichtbar ist.

Helgoland liegt ca. 70 Kilometer südwestlich von Sylt, 43 Kilometer nördlich von Wangerooge, 70 Kilometer nordöstlich von Norderney und 95 Kilometer nordöstlich von der Insel Borkum entfernt.

Urlaub auf Helgoland
Die autofreie Insel ist mit dem Schiff oder mit dem Flugzeug erreichbar. Auf der Insel Düne befindet sich ein kleiner Flughafen, der vom Festland innerhalb von 20 bis 30 Minuten erreicht werden kann. Regelmäßige Flugverbindungen werden mit der OLT von Bremerhaven und Büsum, mit Air Hamburg von Hamburg, der FLN von Norden-Norddeich und der LFH von Wittmund.Carolinensiel angeboten. Der größte Teil der Gäste kommt allerdings mit dem Schiff auf die Insel. Das ganze Jahr über gibt es eine feste Verbindung von Cuxhaven mit der Funny Girl. Während der Hauptsaison fahren Seebäderschiffe und schnelle Katamarane von zahlreichen Orten an der Küste Helgoland an. Auch von den Nordfriesischen und den Ostfriesischen Inseln gibt es Verbindungen zur Insel. Beispielsweise fährt der Katamaran Polarstern von der Insel Norderney Helgoland an. Eine Besonderheit und Touristenattraktion bei der Anreise mit einem Seebäderschiff ist das Ausbooten, bei dem die Passagiere vor der Insel vom Schiff auf ein Börteboot umsteigen, um zu den Landungsbrücken zu gelangen. Lediglich Katamaranfähren dürfen die Landungsbrücken direkt anfahren.

Mit nur geringen tageszeitlichen Temperaturschwankungen bietet Helgoland ein typisches Hochseeklima. Das Klima auf Helgoland ist nahezu pollenfrei und deshalb optimal für Allergiker geeignet. Die Insel hat die mildesten Winter Deutschlands. Der Herbst ist länger und der Frühling beginnt später als auf dem Festland. Die Hauptreisezeit ist von Mai bis September.

Helgoland ist seit 1962 staatlich anerkanntes Seeheilbad und verfügt in Pensionen, Hotels und Privatquartieren insgesamt über 2.000 Gästebetten.

Ein entspannter Urlaub auf Helgoland wird nicht nur durch eine komfortable Unterkunft, sondern auch mit einer Besichtigung der Sehenswürdigkeiten Helgolands komplettiert. Viele dieser Attraktionen sind Zeitzeugen des Zweiten Weltkrieges. Besonders eindrucksvoll sind, neben den Leuchttürmen, die unterirdischen Bunkeranlagen. Diese umfassen knapp 400 Kilometer und können zum Teil bei Führungen besichtigt werden.

Sehenswürdigkeiten
Zu den Hauptattraktionen der Insel gehören die ‚Lange Anna’ und der ‚Lummenfelsen’, der von Tausenden Seevögeln bevölkert wird. Auf dem Oberland befindet sich der 1952 in Betrieb genommene Leuchtturm, der das lichtstärkste deutsche Feuer mit einer Reichweite von 42 Seemeilen (ca. 77,78 Kilometer) hat, welches in klaren Nächten sogar auf den Ostfriesischen Inseln wie z.B. Spiekeroog sichtbar ist. In den unteren beiden Stockwerken des Leuchtturms befindet sich ein Atombunker, der während des Kalten Kriegs eingebaut wurde. Innerhalb des Buntsandsteinfelsens befindet sich eine Bunkeranlage, von der Teile in Führungen besichtigt werden können. Die genaue Anzahl und Länge der unterirdischen Gänge ist nicht bekannt, da sie zum großen Teil nach dem 2. Weltkrieg zerstört wurden.

Geschichte
Hügelgräber konnten auf dem Oberland nachgewiesen werden und lassen sich bis in die Jungsteinzeit zurück datieren. Vermutlich wurde Helgoland als ‚Abalus’ erstmalig schriftlich in einem Reisebereicht von Pytheas von Massilia 325 v. Chr. erwähnt. Helgoland war im 7. Jahrhundert von den Friesen bewohnt. Die Insel wird auch mit Piraterie in Verbindung gebracht, da anzunehmen ist, dass Klaus Störtebeker und die Liekedeeler Helgoland als Stützpunkt nutzten. Einen Nachweis gibt es allerdings nicht. Fest steht nur, dass Störtebeker 1401 in einer Seeschlacht in der Nähe von Helgoland gefangen genommen wurde. Im 12. und 13. Jahrhundert stand die Insel, sowie weitere Teile Nordfrieslands und der Nordfriesischen Inseln unter Dänischer Herrschaft. Im 14. Jahrhundert ging die Insel an das Herzogtum Schleswig über. Eine Sturmflut zerstörte 1720 die Landzunge zwischen dem Bundsandsteinfelsen und dem östlich gelegenen Kalkfelsen, auf dessen Gebiet sich heute die Insel Düne befindet.

Der Nordische Krieg führte 1721 dazu, dass Schleswig und somit auch Helgoland an die dänische Krone ging. Die Kontinentalsperre von 1806 führte dazu, dass Helgoland zu der Zeit ein lebhafter Schmuggelplatz wurde.

1807 wurde Helgoland von Truppen der britischen Krone besetzt und als Kolonie eingegliedert. Im Jahr 1890 wurde der Tausch von Überseebesetzungen in Afrika gegen Helgoland von Bismarcks Nachfolger durchgeführt.

Helgoland wurde nach der Übernahme zur Seefestung ausgebaut.

Nach dem 2. Weltkrieg versuchte das britische Militär Helgoland und die Bunkeranlagen in der bis heute größten nichtnuklearen Sprengung zu zerstören. Auch wenn die Explosion großen Schaden anrichtetet, scheiterte der Versuch die Insel zu vernichten. Bis zur Rückgabe der Insel an Deutschland im Jahre 1952, nutzten Briten die Insel als Übungsgelände der Luftwaffe.
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