Karte Esens - Bensersiel
Esens - Bensersiel Strandkorb

Nordseeheilbad Esens - Bensersiel


Von der Häuptlingsstadt zum Touristenort

Bensersiel ist ein Ortsteil der ostfriesischen Kleinstadt Esens und hat zusammen knapp 7000 Einwohner. Das Nordseeheilbad, dass bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts sein Geld in der Landwirtschaft verdiente, hat heute mit fast einer Millionen Übernachtungen die Grundlage seiner Wirtschaft im Tourismus. Neben Ferienwohnungen, Hotels und Pensionen bietet Bensersiel auch Campern hervorragende Bedingungen. Von dem sehenswerten Yacht- und Fischkutterhafen in Bensersiel kam man mit der Fähre die Insel Langeoog erreichen.

Geschichte
Esens wurde im Mittelalter als Handels- und Marktort auf dem sturmflutsicheren Geestrand unweit der Küste gegründet. Funde aus der Stadt weisen auf eine Entstehungszeit um 800 n. Christus. Mit der Sankt Magnus Kirche erhielt der Ort eine der frühen bedeutenden Kirchen des Küstenraumes. Mittelalterlicher Kern der Stadt ist das Straßenviereck um den Kirchhügel mit dem Marktplatz. Südwestlich von Esens lag das Kloster Marienkamp.

Esens, 1310 erstmal urkundlich erwähnt, wurde im späten Mittelalter zum Sitz der Häuptlinge von Stedesdorf, die sich die Vorherrschaft im Harlingerland errungen hatten. Wiebet errichtete eine Wasserburg südöstlich der Stadt. Esens war damit die Residenzstadt des Harlingerlandes und wurde befestigt.1527 erhielt Esens unter dem Häuptling Junker Balthasar Stadtrechte. Dieser lehnte sich gegen die Bremer Kaufleute auf und damit auch gegen die Hanse auf. Balthasar stirbt 1540 ohne Nachkommen und noch heute wird alljährlich ihm zu Ehren ein Fest in Esens veranstaltet. Esens gelangt so unter die Herrschaft der Rietberger, bis es schließlich wiederum durch Erbschaft 1600 an die Grafen von Ostfriesland fällt. Diese nutzen die Burg Esens als Nebenresidenz und richten hier ihre Münzstätte ein. Das Harlingerland verliert damit seine territoriale Selbständigkeit. Nach dem Verlöschen des Ostfriesischen Fürstenhauses im Jahr 1744 fällt deren gesamter Besitz und damit auch das Harlingerland an das Preußische Königreich. Die Preußen schließen die nicht mehr benötigte Burg und entfestigen schließlich auch die Stadt. Die Münze wird nach Aurich verlegt und Esens wird damit zur kleinen Provinzstadt in der Region.

Französische Besetzung
Nach einer kurzen französischen Besetzung während der napolionischen Kriege wird die gesamte Region dem Königreich Hannover zugeschlagen und gelangt mit diesem 1866 wieder in den Besitz des Preußischen Reiches. Die Preußen bestimmen Wittmund zur Kreisstadt des um das Amt Friedeburg erweiterten Harlingerlandes und nehmen Esens damit weitere Funktionen.

Nach dem zweiten Weltkrieg Im zweiten Weltkrieg erleidet Esens durch Bombenangriffe umfangreiche Verluste an Menschen und Bausubstanz. Erst nach dem zweiten Weltkrieg entwickelt sich langsam ein Tourismus an der Küste, der den Bewohnern einen Nebenverdienst bietet. Ab 1960 wird massiv in die Entwicklung des Fremdenverkehrs investiert, so dass sich hier der heute bedeutendste Wirtschaftsfaktor der Region entwickeln kann. In der Gemeindereform 1972 wird Esens mit den umliegenden Gemeinden zu einer Samtgemeinde zusammengeschlossen, eine Region, die heute über zwei Millionen Übernachtungen im Jahr zählt.

H.P.
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Esens - Bensersiel Kategorie: 19 - 1

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