Karte Dithmarschen
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Urlaubsregion Dithmarschen

Dithmarschen – grünes Land zwischen Elbe und Eider, bewohnt von Menschen, die zu Recht auf ihre Heimat und ihre jahrtausendealte Geschichte stolz sind. Es ist ein Land voller Gegensätze. Die Gletscher der letzten Eiszeit hinterließen auf ihrem Rückzug langgestreckte Geestrücken und sanfte Flusstäler, die den Osten Dithmarschens auf einzigartige Weise prägen. Überall stößt man hier auf die Zeugnisse einer bis in die Jungsteinzeit zurückgehenden Besiedlung; die meisten davon in Albersdorf, unweit des Nord-Ostsee-Kanals. Nur an wenigen anderen Plätzen Deutschlands findet man auf so engem Raum eine solch große Zahl von Langbetten und Hügelgräbern wie in der Umgebung von Albersdorf, und so ist es kaum verwunderlich, dass ausgerechnet hier das Archäologisch-Ökologische Zentrum Albersdorf (AÖZA) mit seinem Freilichtmuseum und dem Dithmarscher Museum für Vorgeschichte errichtet wurde. Das ganze Jahr über finden im AÖZA verschiedene Kurse für Groß und Klein statt. Hier kann jeder selbst ausprobieren, wie die Menschen in der Vergangenheit lebten. Außerhalb des AÖZA laden gut ausgebaute Rad- und Wanderwege ein, die zahlreichen Zeugnisse der Vorgeschichte rund um Albersdorf zu erkunden. Unbedingt empfehlenswert ist ein Besuch beim Brutkamp, einem Megalithgrab, dessen Deckstein mit fast 25 t Gewicht der größte im Lande ist. Am Brutkamp, so will es die Sage, haben früher frischvermählte Paare der Göttin Freya ein Opfer gebracht. Auch ein zweites Megalithgrab unweit von Albersdorf sollte man unbedingt besuchen: das Grab von Bunsoh mit seinen weithin berühmten Schalensteinen.

Wird das alte Siedlungsland im Osten Dithmarschens von sanften Geesthügeln durchzogen, so prägte das Meer den Westen des Landes. Immer wieder stieß die Nordsee in tosender Wut weit ins Landesinnere vor und überflutete große Gebiete. Erst Deichbau und umfangreiche Entwässerungsmaßnahmen ließen in der einst sumpf- und moorreichen Region saftige Marschwiesen entstehen. Doch auch wenn die verheerenden Fluten der Vergangenheit – die „Großen Mantränken“ von 1362 und 1634 – mittlerweile fast vergessen sind, so bestimmt der Rhythmus der Gezeiten auch heute noch das Leben der Menschen an der Küste. In dem bekannten Urlaubsort Büsum erinnern die Fischer in einer alljährlichen Kutterregatta stolz an ihr altes Handwerk, das über viele Generationen hinweg die Küstenbewohner ernährte.

Dithmarschen ist heute ein beliebtes Urlaubsland, das für jeden etwas zu bieten hat. Da ist das Wattenmeer, dessen Bewohner sich ganz dem ewigen Wechsel von Ebbe und Flut angepasst haben. Da sind die noch erhaltenen Moore mit ihrer einzigartigen Tier -und Pflanzenwelt. Hunderte Kilometer gut ausgeschilderter Radwege laden zu einer Rundreise durch das Land ein. Wer es lieber mag, kann entlang des Nord-Ostsee-Kanals von Brunsbüttel bis nach Kiel radeln, über die Grenzen des Landkreises hinaus. Heutiges Zentrum Dithmarschens ist die Kreisstadt Heide, die sich rühmen darf, den größten Marktplatz Deutschlands (4,7 ha) zu besitzen. Nördlich von Heide liegt das alte Lunden, dessen weithin bekannter Geschlechterfriedhof an den Stolz und den Reichtum der freien Bauern Dithmarschens erinnert. Die adligen Herren des vergangener Jahrhunderte hatten es niemals leicht mit den unbeugsamen Dithmarschern. Mehr als 100 Jahre lang, von 1447 bis 1559, war Dithmarschen sogar eine Freie Bauernrepublik, ehe man sich einer feindlichen Übermacht geschlagen geben musste. Ihren Stolz haben die Dithmarscher dennoch nicht verloren. Das spiegelt sich auch in dem Beinamen der zwischen 1250 und 1300 erbaute Johannes-Kirche von Meldorf wider: Die Dithmarscher nennen die dreischiffige Backsteinbasilika ihren Dom, obwohl die Kirche niemals Sitz eines Bischofs war. Ein Besuch im Meldorfer Dom ist nicht nur für Freunde der Kunstgeschichte empfehlenswert, denn die Basilika gehört zu den bedeutendsten mittelalterlichen Kirchenbauten an der Westküste Jütlands. Denkmäler ganz anderer Art findet man in der Schleusenstadt Brunsbüttel. Hier mündet der Nord-Ostsee-Kanal in die Elbe, treffen Schiffe aus aller Welt ein. Für Technikinteressierte bilden die Kanalschleusen ein lohnendes Ziel, und mit etwas Glück kann man vielleicht sogar eines der großen Kreuzfahrtschiffe bei seiner Einfahrt in den Kanal beobachten. Hier, in Brunsbüttel, liegt zugleich die Südgrenze Dithmarschens. Südlich der Elbe schließt sich der Kreis Steinburg an. Auch im Norden bildet ein Fluss die Grenze Dithmarschens: die Eider, über deren Wasser bereits vor mehr als tausend Jahren die Wikinger fuhren. Schon in historischer Zeit bildete die Eider die Grenze zwischen zwei völlig unterschiedlichen Regionen: zwischen Dithmarschen im Süden und der Halbinsel Eiderstedt im Norden. Doch das ist eine andere Geschichte.

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