Karte Dänische Inseln
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Dänische Nordsee

Die dänischen Nordseeinseln, auch Wattenmeerinseln genannt, liegen im dänischen Wattenmeer vor der Küste Jütlands. Zu ihnen gehören sowohl drei Inseln als auch eine Hallig und zwei Hochsände. Unter einem Hochsand versteht man eine ehemalige Sandbank im Wattenmeer, die inzwischen so hoch ist, dass sie von dem mittleren Tidenhochwasser nicht mehr überspült wird. Durch die Einflüsse von Gezeiten und Winden, die Flugsand mit sich bringen, entwickeln sich diese ehemaligen Sandbänke zu einer Düneninsel, ein Beispiel hierfür in der deutschen Nordsee ist die Insel Mellum im Nationalpark Niedersächsischen Wattenmeer oder der Kniepsand, der an der Insel Amrum angelagert ist. Für Touristen sind die dänischen Nordseeinseln nicht nur wegen ihrer schönen Landschaften, den weiten Sandstränden und Dünenlandschaften attraktiv, auch Flora und Fauna begeistern Naturliebhaber immer wieder aufs Neue.

Die großen dänischen Nordseeinseln heißen Fanoe (oder Fanö dänisch: Fanø), Romoe (oder Römö, dänisch: Rømø) und Mandoe (dänisch: Mandø, eine ehemalige Hallig). Der Tourismus prägt das hiesige Inselleben im Sommer. Daneben gehört auch die Hallig Langli und die früheren Halligen und heutigen Hochsände Koresand und Jordsand zu der Inselgruppe. Auf nordwestlicher und südwestlicher Seite ist Rømø ebenfalls von zwei Hochsänden begrenzt, dem Juvre Sand und dem Havsand.

Die nördlichste dänische Wattenmeerinsel Fanoe liegt etwa 50 Kilometer nördlich von Sylt und ist 55,78 km² groß. Ihre touristische Geschichte reicht schon bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts zurück und noch heute ist Fanoe eine beliebte Ferieninsel mit zahlreichen Übernachtungsmöglichkeiten, kulturellen Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen. Ein Highlight des Jahres ist das größte internationale Kiteflyer-Meeting der Welt, das Mitte Juni auf der Insel stattfindet.

Romoe ist die südlichste und mit 128,86 km² zugleich die größte der dänischen Nordseeinseln und liegt etwa 6 Kilometer nördlich von Sylt. Ihre wunderschönen Dünenlandschaften, der kilometerlange Sandstrand und die vielen Sehenswürdigkeiten und das abwechslungsreiche touristische Angebot locken jedes Jahr viele begeisterte Urlauber nach Romoe.

Zwischen Romoe und Fanoe liegt die Insel Mandoe. Die ursprüngliche Hallig besitzt seit 1937 einen Seedeich, der das Land und seine heute 62 Einwohner vor Sturmfluten schützt. Die 7,63 km² kleine Insel ist mit einigen Ferienhäusern, Ferienwohnungen und einem kleinen Campingplatz auf den Besuch von Touristen eingestellt. Weitere Übernachtungsmöglichkeiten gibt es im örtlichen Restaurant und dem Mandoecenter, in dem sich auch eine Ausstellung über das Wattenmeer befindet. Mandoe kann mit dem Auto nur bei Niedrigwasser erreicht werden, die Anfahrt erfolgt über den aus aufgeschüttetem Schotter bestehenden Laningsvej.

Die 0,8 km² große Hallig Langli liegt in der Ho-Bucht. Sie ist unbewohnt und nur von Mitte Juli bis Mitte September für Fußgänger zugänglich, die die Hallig z.B. von Ho aus durch das Watt erreichen oder aber einen der von der nahen Halbinsel Skallingen aus angebotenen Ausflug buchen können. Den Rest des Jahres über ist die Hallig fest in der Hand der Seevögel wie Möwen, Seeschwalben, Eiderenten und Säbelschnäbler, die hier ihre Brutplätze haben. Auch findet sich hier der größte Bestand an Austernfischern in Europa. Es gibt eine alte Villa auf Langli, in der sich heute eine naturwissenschaftliche Station befindet.

Koresand, südwestlich der Insel Mandø gelegen, ist rund 20 km² groß und damit die größte Hochsandbank im Wattenmeer. Seit dem 19. Jahrhundert wohnen hier keine Menschen mehr, aber die Insel kann im Sommer zu Fuß auf einer Wattwanderung oder aber im Pferde- oder Traktorwagen von Mandø aus besucht werden. Auf der südwestlichen Seite der Sandbank halten sich zahlreiche Seehunde auf. Bei günstigen Windverhältnissen und etwas Glück kann man auf Koresand Bernstein finden.

Die ehemalige dänische Hallig Jordsand liegt südlich von Rømø und östlich von Sylt. Im Laufe der Jahrhunderte trugen die Sturmfluten immer mehr Land ab, so dass sie Ende des 19. Jahrhunderts nur noch als Weideland genutzt wurde. Erst seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden verstärkt Küstenschutzmaßnahmen getroffen, um die Insel zu erhalten, doch im Winter 1998/99 wurde das Land dennoch ganz abgetragen. Heute ist Jordsand eine mehrere Quadratkilometer große Sandbank, nach der sich auch der Vogelschutzverein Jordsand benannt hat, der bereits 1907 gegründet wurde und zu dessen erste Aufgabe die Betreuung der damals noch deutschen Hallig Jordsand gehörte.

Dänische Inseln Kategorie: 80 - 1

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